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Protein im Trend: Was gesund ist und wann es zu viel wird

Junger Mann in Küche mit Proteinshake, gesundem Essen und Taschenrechner an weißer Kücheninsel.
In diesem Artikel
  1. Protein im Trend: Gründe und Grenzen
  2. Produkte mit zugesetztem Protein und Nahrungsergänzungsmittel
  3. Wie berechnet man die tägliche Proteinmenge?

In einer Zeit, in der „Protein im Trend“ liegt, gilt es, eine klare Grenze zwischen sinnvoller Aufnahme und einem Zuviel zu ziehen. Die Ernährungswissenschafterin erklärt die Unterschiede, Vorteile und Risiken.

Protein im Trend: Gründe und Grenzen

Das „Protein-Fieber“ ist weltweit zu beobachten. Laut der Ernährungswissenschafterin Joana Martins hängt es damit zusammen, dass sich immer mehr Menschen für Lebensqualität und Langlebigkeit interessieren und Ernährung zur Vorbeugung gesundheitlicher Probleme nutzen möchten. Zudem trägt auch „die Suche nach einem schlankeren und muskulöseren Körper dazu bei, dass Protein im Trend liegt“, ergänzt sie.

Doch „ein Lebensmittel mit zugesetztem Protein ist nicht automatisch gesünder“, warnt die Expertin. Obwohl solche Produkte oft als vorteilhaftere Wahl gelten, trifft das nicht in jedem Fall zu.

Produkte mit zugesetztem Protein und Nahrungsergänzungsmittel

Joana Martins weist darauf hin, dass viele Produkte mit Proteinzusätzen zugleich weitere, weniger erwünschte Zusatzstoffe enthalten. „Alle glauben, dass eine höhere Proteinmenge ein Lebensmittel gesünder macht als andere, doch das ist nicht immer so. Oft enthalten sie auch mehr Zucker, Salz oder gesättigte Fette“, sagt sie. Deshalb sei es wichtig, die Kennzeichnung eines Lebensmittels und seinen Verarbeitungsgrad genau zu beachten.

Proteinpräparate sind häufig praktisch, nach Einschätzung der Spezialistin jedoch in den meisten Fällen nicht erforderlich. „Die benötigte Proteinmenge lässt sich sehr leicht erreichen, wenn man schon zum Frühstück etwas Protein einbaut, zu Mittag und am Abend Fleisch oder Fisch – oder eine entsprechende Alternative – isst und am Nachmittag ein Ei oder ein Milchprodukt zu sich nimmt“, erläutert sie.

Bei gesunden Erwachsenen wird Protein vom Körper üblicherweise gut vertragen. Als übermässig kann die aufgenommene Menge allerdings gelten, wenn sie andere Nährstoffe verdrängt, die ebenfalls für das reibungslose Funktionieren des Organismus notwendig sind. Da dieser Makronährstoff stark sättigt, ersetzt er mitunter Obst und Gemüse, Kohlenhydrate sowie unverzichtbare gesunde Fette.

Joana Martins betont, dass man bei grösseren Veränderungen der Ernährung immer eine Fachperson konsultieren sollte, um die eigenen Ziele zu erreichen, ohne das Wohlbefinden zu beeinträchtigen.

Wie berechnet man die tägliche Proteinmenge?

Die Ernährungswissenschafterin nennt einige allgemeine Richtwerte, die als Orientierung für eine moderate Proteinaufnahme dienen können.

Für einen bewegungsarmen Erwachsenen liegt die empfohlene Tagesmenge bei 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer relativ aktiven erwachsenen Person sollte die Menge auf rund 1,2 Gramm erhöht werden. Wer Muskelmasse aufbauen möchte, benötigt eine noch höhere Zufuhr, die zwischen 1,6 und 2 Gramm liegen kann.

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Mag. Lukas Hinteregger

Mag. Lukas Hinteregger ist Landschaftsarchitekt und Spezialist für nachhaltiges Bauen mit Holz sowie naturnahe Rückzugsorte im Grünen. Seit über zehn Jahren beschäftigt er sich mit Baumhäusern, ressourcenschonender Architektur und der Verbindung von Wohnkomfort und Waldökologie. Seine besondere Leidenschaft gilt individuell geplanten Treehäusern, die sich behutsam in die österreichische Landschaft einfügen.

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