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Aldi: Futuristischer Markt mit 12 Euro Kaution eröffnet

Junger Mann mit Rucksack verlässt Supermarkt durch automatische Schiebetür, hält Smartphone in der Hand.

Ein futuristischer Aldi-Markt hat seine Türen geöffnet.

Die Initiative hat viele Menschen überrascht. Bereits im vergangenen Jahr eröffnete Aldi mehrere Filialen, unter anderem in Greenwich im Vereinigten Königreich und in Utrecht in den Niederlanden. Kundinnen und Kunden müssen vor Ort zunächst eine Kaution von 12 Euro hinterlegen. Dieser Betrag wird beim Betreten des Supermarkts über einen QR-Code oder eine Kreditkarte eingezogen und später mit dem endgültigen Einkauf verrechnet. Wer nichts kauft, erhält das Geld zurück – laut Ouest-France kann die Rückerstattung jedoch mitunter mehrere Tage dauern.

Wozu dient dieses System? Aldi möchte die Zahlungsfähigkeit der Kundschaft bereits im Vorfeld prüfen. Anschliessend überwachen intelligente Kameras die Einkäufe und belasten beim Verlassen des Geschäfts automatisch das Bankkonto. Herkömmliche Kassen sind in diesen Märkten daher nicht mehr vorgesehen.

Kundschaft beim Aldi-Test gespalten

Doch was hält die Kundschaft davon? Den Angaben unserer Kolleginnen und Kollegen zufolge fallen die Reaktionen unterschiedlich aus. Manche heben vor allem die Geschwindigkeit und den praktischen Ablauf hervor. Viele andere kritisieren hingegen die Vorauszahlung von 12 Euro. Zahlreiche Personen hatten offenbar nicht verstanden, dass dieser Betrag zunächst von ihrem Konto abgebucht wird. Zudem wurden Schwierigkeiten bei Rückerstattungen und Fehler bei Zahlungen gemeldet.

Diese Technologien werfen ausserdem Fragen zum Schutz personenbezogener Daten und zur Privatsphäre auf. Dazu erklären unsere Kolleginnen und Kollegen: „Die Vorstellung, dass jede Handlung der Konsumentinnen und Konsumenten durch Kameras und Sensoren verfolgt wird, weckt Sorgen über die Verwendung dieser Informationen und die Datensicherheit.“

Zur Erinnerung: In den kommenden Wochen ist leider mit steigenden Lebensmittelpreisen zu rechnen. Der Journalist Olivier Dauvers, der sich kürzlich bei RTL äusserte, berichtet, dass Branchenvertreter inzwischen von einem „roten“ September sprechen.

Schon jetzt beginnen die Verhandlungen zwischen Marken und grossen Handelsketten erneut. Obwohl die Regierung ihre Zustimmung noch nicht erteilt hat, scheinen die Gespräche zügig voranzukommen. Angesichts der durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelösten steigenden Energiekosten verlangen einige Unternehmen neue Preise.

Was halten Sie von diesem Aldi-Test? Schreiben Sie es uns in die Kommentare.

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Mag. Lukas Hinteregger

Mag. Lukas Hinteregger ist Landschaftsarchitekt und Spezialist für nachhaltiges Bauen mit Holz sowie naturnahe Rückzugsorte im Grünen. Seit über zehn Jahren beschäftigt er sich mit Baumhäusern, ressourcenschonender Architektur und der Verbindung von Wohnkomfort und Waldökologie. Seine besondere Leidenschaft gilt individuell geplanten Treehäusern, die sich behutsam in die österreichische Landschaft einfügen.

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