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Natron-Trick für süßere Tomaten aus dem eigenen Garten

Person gibt Pflanzen im Gartenbeet Dünger auf Tomatenpflanze mit reifen Früchten.
In diesem Artikel
  1. Weshalb Gartentomaten oft nicht so süß schmecken wie erwartet
  2. Natron als Küchenpulver für mildere Tomaten
  3. So wird der Natron-Trick im Tomatenbeet angewendet

Monatelang fiebert man der ersten Ernte auf dem eigenen Balkon oder im Beet entgegen – und dann sehen die Früchte zwar perfekt aus, schmecken aber enttäuschend. In Gartenforen wird seit Jahren ein unkomplizierter Kniff mit einem Küchenklassiker diskutiert: Er soll Tomaten milder schmecken lassen und sie süßer erscheinen lassen. Was zunächst nach Zauberei klingt, hat einen gut nachvollziehbaren Ansatz.

Weshalb Gartentomaten oft nicht so süß schmecken wie erwartet

Tomaten aus dem eigenen Garten gelten gemeinhin als aromatischer als Früchte aus dem Supermarkt. Dennoch schmeckt die erste Sommerernte häufig saurer als erhofft. Dafür kommen mehrere Faktoren infrage:

  • Sorte: Nicht jede Tomatensorte wurde auf ausgeprägte Süße gezüchtet. Cocktail- und Cherrytomaten weisen meist mehr Zucker auf als große Fleischtomaten.
  • Reifegrad: Werden Tomaten zu früh geerntet, können sie weniger Zucker bilden und schmecken dadurch intensiver beziehungsweise schärfer.
  • Licht und Wärme: Wenig Sonnenschein, kalte Nächte oder ein verregneter Sommer verringern den Zuckergehalt.
  • Bodenverhältnisse: Bei stark sauren Böden können die Früchte insgesamt saurer wahrgenommen werden.

Viele Hobbygärtner möchten vor allem den letzten Faktor beeinflussen und verwenden dafür ein seit Langem bekanntes Pulver aus der Küche.

Natron als Küchenpulver für mildere Tomaten

Dabei handelt es sich um gewöhnliches Natron, das im Handel meist als Speisenatron oder Haushaltsnatron erhältlich ist. Der Gedanke dahinter: Die leicht alkalische Substanz beeinflusst das Säuremilieu der Erde unmittelbar im Bereich der Pflanzenwurzeln. Dadurch sollen Tomaten den Magen weniger reizen und im Geschmack subjektiv süßer wirken.

Natron süßt Tomaten nicht wie Zucker, sondern nimmt ihnen einen Teil der wahrgenommenen Säure.

Es geht also vielmehr um die geschmackliche Wahrnehmung als um eine tatsächliche „Zucker-Injektion“. Dasselbe Prinzip kennt man aus der Küche: Eine Messerspitze Natron kann eine besonders säurebetonte Tomatensoße geschmacklich abrunden, ohne dass löffelweise Zucker notwendig ist.

So wird der Natron-Trick im Tomatenbeet angewendet

Wer diese Methode ausprobieren möchte, sollte nur sehr sparsam dosieren. Unter Hobbygärtnern haben sich zwei Anwendungszeitpunkte etabliert: beim Einpflanzen sowie später während der Saison.

Natron beim Einpflanzen verwenden

Beim Setzen der Jungpflanzen wird laut Erfahrungsberichten üblicherweise so vorgegangen:

  • Das Pflanzloch wie gewohnt ausheben und leicht mit Kompost oder Erde vorbereiten.
  • Etwa eine kleine Teelöffelmenge Natron auf den Grund des Lochs geben.
  • Das Pulver mit etwas Erde bedecken, damit es nicht unmittelbar an den Wurzeln liegt.
  • Die Tomatenpflanze einsetzen und gründlich angießen.

Auf diese Weise befindet sich das Natron als kleiner Puffer im Wurzelbereich. Besonders bei ohnehin recht saurem Gartenboden soll es dort wirken.

Kleine Mengen Natron während der Saison

Manche Gärtner gehen noch weiter und verteilen im weiteren Saisonverlauf kleinste Mengen rund um den Stängel auf der Erde, etwa:

  • einmal, wenn die Früchte ungefähr Kirschgröße erreicht haben

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Mag. Lukas Hinteregger

Mag. Lukas Hinteregger ist Landschaftsarchitekt und Spezialist für nachhaltiges Bauen mit Holz sowie naturnahe Rückzugsorte im Grünen. Seit über zehn Jahren beschäftigt er sich mit Baumhäusern, ressourcenschonender Architektur und der Verbindung von Wohnkomfort und Waldökologie. Seine besondere Leidenschaft gilt individuell geplanten Treehäusern, die sich behutsam in die österreichische Landschaft einfügen.

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