Schoko-Eier, Hasen und süße Nester kosten 2025 mehr – dennoch möchten Familien die Osterfeiertage nicht ohne Schokolade verbringen.
Kakao wird teurer, die Teuerung ist weiterhin deutlich spürbar – und trotzdem wollen Eltern die Osterkörbe ihrer Kinder reichlich bestücken. Eine aktuelle Untersuchung zur Einkaufsplanung für Ostern 2025 zeigt, welche Supermärkte und Diskonter beim Schokoladeneinkauf als besonders günstig gelten und wie sich ein begrenztes Budget überraschend gut ausschöpfen lässt.
Studie zeigt: Preis schlägt Marke und Geschmack
Die Auswertung wurde von der Prospekt- und Angebotsplattform Bonial durchgeführt. Vom 10. bis 24. April 2024 befragte das Unternehmen online 1.257 Personen in Frankreich zu ihren geplanten Einkäufen von Oster-Schokolade für 2025 im Supermarkt. Obwohl die Daten aus dem Nachbarland stammen, lassen sich zahlreiche Entwicklungen auch auf Österreich übertragen.
Für die große Mehrheit zählt beim Oster-Schokokauf in erster Linie der Preis – nicht die Marke.
Die zentralen Resultate der Befragung:
- Durchschnittliches Budget für Oster-Schokolade pro Haushalt: rund 51 Euro
- Preis ist für 67 % der Befragten das wichtigste Kriterium
- Marke spielt nur für 32 % die Hauptrolle
- Der Geschmack landet mit 30 % sogar hinter dem Markennamen
- 99 % kaufen ihre Oster-Schokolade lieber im Laden als online
Die Ergebnisse zeigen klar: Ist das Haushaltsbudget ohnehin knapp, landet eher die preiswertere Tafel oder ein Hase ohne Markenname im Einkaufswagen. Solange Aussehen und Basisqualität passen, verliert der Markenstatus an Bedeutung.
Diskonter vor klassischen Supermärkten: Wer beim Schokopreis führt
Zusätzlich wollten die Studienautoren wissen, bei welchem Händler die Befragten besonders günstige Oster-Schokolade erwarten. Das Bild ist eindeutig: Ein Diskonter liegt vor den grossen Supermarktketten.
Lidl wird als erste Adresse für günstige Oster-Schokolade wahrgenommen – knapp vor zwei bekannten Supermarkt-Riesen.
Diese Händler gelten bei preisbewussten Schokoladen-Fans als erste Anlaufstellen:
- Lidl: 36 % der Befragten nennen den Diskonter als beste Wahl für günstige Oster-Schokolade
- E.Leclerc: 32 %
- Carrefour: 25 %
Die drei Handelsketten prägen die Einkaufsliste für das traditionelle Osternest auch deshalb, weil sie saisonale Aktionsflächen meist auffällig und gross gestalten. Auf dem österreichischen Markt zeigt sich ein ähnlicher Trend: Diskonter wie Lidl oder Hofer locken regelmässig mit umfassenden Osterwelten, während grosse Supermärkte stärker auf Markenvielfalt und Premiumartikel setzen.
Was tatsächlich im Osterkörbchen landet
Auch die bevorzugten Schokoladenformen liefern ein interessantes, eher traditionelles Bild:
- Figuren aus Schokolade (Hasen, Hühner, Glocken usw.): bei 64 % der Haushalte
- Schoko-Eier: in 49 % der Körben
- Davon sind 53 % sogenannte „Überraschungs“-Eier mit Inhalt
- Schokostreusel und kleine Stückchen („Friture“): nur 17 %
Vollmilchfiguren bleiben der unangefochtene Klassiker: Kinder erwarten einen Hasen im Nest, idealerweise gross und in bunter Verpackung. Überraschungs-Eier sprechen vor allem jüngere Kinder an, da sie zusätzlich ein Spielzeug oder eine kleine Beigabe enthalten. Lose Schokoladenstückchen haben dagegen eine geringere Bedeutung – sie sind zwar praktisch zum Dekorieren, sorgen bei der Suche jedoch für weniger „Wow-Effekt“.
Warum Apps und Prospekte den Einkauf steuern
Wer beim Einkauf sparen möchte, plant heute deutlich gezielter. Der Bonial-Studie zufolge orientiert sich ein grosser Anteil der Befragten an Aktionen, Gutscheinen und digitalen Prospekten.
Über die Hälfte der Kundinnen und Kunden wälzt vor Ostern digitale Prospekte und Apps – auf der Suche nach dem besten Schokodeal.
Die wichtigsten Werte im Überblick:
- 62 % fühlen sich stark von Rabattaktionen beeinflusst
- 57 % wollen digitale Hilfsmittel nutzen, um besser zu planen
- 31 % greifen auf spezielle Rabatt-Apps wie Bonial zurück
- 26 % schauen direkt auf den Webseiten der Märkte nach Angeboten
Bei Saisonartikeln wie Oster-Schokolade zahlt sich diese Vorbereitung häufig aus. Viele Händler beginnen zwei bis drei Wochen vor den Feiertagen mit offensiven Preisaktionen, um Kundschaft in die Filialen zu bringen. Wer Angebote vorab prüft, erkennt starke Preisnachlässe rasch und kann bestimmte Produkte oder Marken gezielt einplanen.
Oster-Schokolade unter zehn Euro: Was ein Diskonter anbietet
Die Untersuchung verdeutlicht anhand von Beispielen, welche Waren im Niedrigpreissegment besonders gefragt sind. Lidl bietet im Ostergeschäft verschiedene Artikel deutlich unter der psychologisch wichtigen Zehn-Euro-Grenze an.
| Produkt | Beschreibung | Preis (Beispiel) |
|---|---|---|
| Schoko-Hase aus Vollmilch | Klassische Figur für das Osterkörbchen | 9,99 Euro |
| Gefülltes Knusper-Ei | Eiform mit bunten Knusperkugeln im Inneren | 5,49 Euro |
| Coole Eierbecher mit Mini-Eiern | Mehrteilige Sets, ideal für Kinder | 3,99 Euro |
Mit dem angeführten Durchschnittsbudget von rund 51 Euro kann eine Familie somit durchaus mehrere Kinder versorgen: ein grosser Hase pro Kind, ergänzt um ein Knusper-Ei und ein kleineres Set. Danach bleibt noch Spielraum für Markenriegel oder Pralinen für Erwachsene.
So lässt sich das Osterbudget clever nutzen
Viele Haushalte in Österreich stehen vor einer ähnlichen Frage wie die Teilnehmenden der Studie: Wie kann ein fixer Betrag möglichst sinnvoll für Oster-Schokolade eingesetzt werden, ohne dass Kinder den Eindruck bekommen, es gebe „weniger als früher“?
Aus den Ergebnissen lassen sich einige Strategien ableiten:
- Figuren als Blickfang, Füllware als Sparmöglichkeit: Ein grosser Hase macht im Nest viel her, während preiswerte Mini-Eier und Riegel ohne Markenname den Rest ergänzen.
- Portionsgrössen berücksichtigen: Statt eines riesigen Hasen, der später halb liegen bleibt, kann eine mittelgrosse Figur je Kind mit mehreren kleinen Extras die bessere Wahl sein.
- Prospekte gegenüberstellen: Wer gezielt Aktionspreise für Schoko-Eier vergleicht, nutzt dasselbe Budget deutlich wirkungsvoller.
- Marke und Eigenmarke kombinieren: Ein bekanntes Markenprodukt sorgt für Freude, während der übrige Inhalt problemlos aus Eigenmarken bestehen kann.
Oster-Traditionen unter Kostendruck: Was sich verändert
Die Studie deutet darauf hin, dass steigende Preise nicht das Osterfest selbst infrage stellen, sondern das Einkaufsverhalten verändern. Statt spontan im Supermarktregal zuzugreifen, planen viele Menschen heute mit Einkaufsliste, App und klarer Kostengrenze.
Dabei spielt auch ein psychologischer Aspekt eine Rolle: Viele Eltern möchten ihren Kindern ihre Sparmassnahmen möglichst nicht zeigen. Die Menge im Osternest bleibt daher ähnlich, doch bei Marken, Herkunft oder Qualität wird stärker gespart. Mehr Eigenmarken, mehr Aktionen und mehr Einkäufe beim Diskonter ersetzen spontane Premiumkäufe.
Was „günstig“ bei Schokolade tatsächlich bedeutet
Preiswerte Oster-Schokolade erscheint zunächst verlockend. Dennoch sollten Käuferinnen und Käufer einige Punkte beachten. Sehr günstige Schokolade enthält häufig mehr Zucker und pflanzliche Fette wie Palmöl, während höherpreisige Marken oft mehr Kakaobutter und hochwertigere Kakaosorten verwenden. Bei besonders niedrigen Preisen treten zudem Fragen rund um Nachhaltigkeit, Fairtrade-Siegel und Kinderarbeit im Kakaoanbau häufiger auf.
Wer Geld sparen und dennoch Mindeststandards berücksichtigen möchte, kann gezielt zu Eigenmarken mit Nachhaltigkeitssiegeln greifen. Preislich liegen diese Produkte meist über den extremsten Kampfangeboten, bleiben aber klar günstiger als klassische Markenschokolade. Damit lässt sich das Osterbudget weiterhin halbwegs guten Gewissens einhalten.






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