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Warum Alkohol im Alter stärker wirkt

Älterer Mann sitzt am Tisch mit Glas Weißwein, Wasser, Brille und aufgeschlagenem Buch mit Diagrammen.

Viele Menschen stellen ab einem gewissen Alter fest, dass ihr Körper Alkohol nicht mehr so gut verträgt wie früher. Schon ein einziges Glas kann den Schlaf beeinträchtigen oder dazu führen, dass man am Folgetag wie „verkatert light“ aufwacht. Das ist keine Einbildung, sondern die Folge messbarer körperlicher Veränderungen, die wissenschaftlich zunehmend genauer nachvollzogen werden können.

Wie sich der Körper beim Älterwerden verändert

Mit zunehmenden Jahren verändern sich die Abläufe im Körper. Das zeigt sich nicht nur durch graue Haare und Falten, sondern ebenso daran, wie Alkohol verarbeitet wird. Vor allem die Leber als wichtigstes Entgiftungsorgan arbeitet nach und nach langsamer.

Zwar bildet sie weiterhin die Enzyme für den Alkoholabbau, deren Leistungsfähigkeit nimmt jedoch ab. Dadurch wird Alkohol langsamer abgebaut und bleibt länger im Blutkreislauf. Dieselbe Menge, die mit 25 Jahren getrunken wird, führt mit 55 daher zu einem höheren Blutalkoholwert – und entsprechend zu einer stärkeren Wirkung.

Leber und Wasseranteil im Gewebe

Alkohol bleibt im älteren Körper länger aktiv, weil die Leber langsamer arbeitet und weniger Wasser im Gewebe zur Verdünnung zur Verfügung steht.

Gleichzeitig nimmt die Muskelmasse ab, was zum normalen Alterungsprozess gehört. Da Muskeln viel Wasser speichern und dieses den Alkohol im Körper verdünnt, hat das direkte Folgen: Weniger Muskelmasse heißt weniger „Verdünnung“, eine höhere Konzentration und eine intensivere Wirkung.

Warum ein Glas heute stärker „einschlägt“ als früher

Die Forschung zeigt eindeutig, dass dieselbe Alkoholmenge mit fortschreitendem Alter einen höheren Promillewert verursacht. Viele Menschen nehmen das ganz unmittelbar wahr:

  • schneller eintretende und stärkere Benommenheit

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Mag. Lukas Hinteregger

Mag. Lukas Hinteregger ist Landschaftsarchitekt und Spezialist für nachhaltiges Bauen mit Holz sowie naturnahe Rückzugsorte im Grünen. Seit über zehn Jahren beschäftigt er sich mit Baumhäusern, ressourcenschonender Architektur und der Verbindung von Wohnkomfort und Waldökologie. Seine besondere Leidenschaft gilt individuell geplanten Treehäusern, die sich behutsam in die österreichische Landschaft einfügen.

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